Mauerprobleme

Meine dringende Leseempfehlung des Artikels des von mir hochgeschätzten Autors Arno von Rosen:

(Wie immer meine Bitte: Hinterlasst bei Gefallen dem Verfasser der jeweiligen Artikel ein Sternchen!  Vielen Dank!

Ihr wisst: Wir sehen uns ausgeschlafen! 😉

Arno von Rosen

Ich bin ein Wessi! Gut, vielleicht nicht der Vorzeigewessi, aber wer soll das eigentlich sein? Gegen das Establishment zu sein wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Nicht weil meine Eltern zur 68er Bewegungsszene gehört haben (hätten sie aber gerne), denn als Eltern hat man andere Dinge zu tun, als sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen. Im Oktober 89 war ich Vater eines 10 Monate alten Sohnes und auch mir stand nicht der Sinn nach tiefgreifender Politik. Ich war zu jung, um irgendetwas über die DDR zu wissen, außer, dass ich „Der schwarze Kanal“ als kleines Kind für eine Satiresendung hielt, aber was weiß man schon als siebenjähriger Pimpf? Nix. Auch Kanzler Brandt, Kennedy und Berlin waren völlig an mir vorbeigegangen, so wie fast bei jedem meiner Generation, eben den geburtenstarken Jahrgängen.

Aber 1989 war ich 26, schon immer politisch interessiert, informiert, denoch zu oft naiv was den Wahrheitsgehalt von Aussagen…

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Wir brauchen in Sachsen mehr Präsenz engagierter Menschen/Künstler!

 

Es gibt nichts zu beschönigen: Es wird Zeit zu handeln. Diese Entwicklung ist die Folge geduldeter, rechter Bewegungen und Parteien, die den Hass auf „Fremde“ schüren und nichts auslassen, um mit ihren populistischen Aussagen die Ängste der Menschen weiter zu nähren. Das vergiftete Klima in Dresden und letztendlich die (nicht nur unterschwelligen) Konflikte sind nicht nur unerträglich, sondern  gefährlich!

Auch die Behörden (Verwaltungsbehörden/Polizei) haben in der Vergangenheit wiederholt (und zumindest dahingehend konsequent!) nichts Konkretes unternommen, um den rechten Tendenzen und sich ausbreitenden Strukturen Einhalt zu gebieten. Im Gegenteil! Bitte lest dazu:

https://wiedaslebenklingt.wordpress.com/2016/05/17/die-dresdner-mutbuerger/

Ich plane eine Benefizveranstaltung in Dresden.  Dazu wird demnächst auf Facebook sowie meinem Autorenblog folgender Text veröffentlicht:

Mit-Initiatoren und Unterstützer sowie Künstler gesucht

Schon länger trage ich den Gedanken in mir, eine Benefizveranstaltung gegen Nationalsozialismus und Fremdenfeindlichkeit in Dresden zu organisieren. Die Nachrichten aus Bautzen und die jüngsten Ereignisse (Sprengstoffanschläge in Dresden) bestätigen mir überdeutlich, dass es nicht reicht, mit einer Gruppe „Gegen das Vergessen“ und hinreichenden Beiträgen lediglich geistig und im Netz gegen das rechte Gedankengut anzutreten.

Wir brauchen in Sachsen mehr Präsenz von Menschen, die sich klar und deutlich gegen nationalsozialistisches Gedankengut und Handeln positionieren. Wir benötigen dringend engagierte Künstler, die den Mund aufmachen.

Menschen mit Herz und Verstand sind somit gefragt.

Ich suche jemanden, der sich mit mir gemeinsam um die Organisation einer solchen Benefizveranstaltung kümmert und ggf. auch auf gute Kontakte zurückgreifen kann. Weiterhin suche ich – vor allem sächsischstämmige oder in Sachsen ansässige – Künstler, die sich mit ihren künstlerischen Beiträgen unmissverständlich einsetzen und zeigen, wo sie stehen. Doch auch Künstler aus anderen Regionen sind gefragt.

Bitte teilt diesen Beitrag. Mails bitte an:

sylvia-kling@gmx.de

Es ist keine Zeit mehr, sich rauszuhalten!

Keine Zeit mehr

Es ist keine Zeit mehr
sich rauszuhalten
und wenn man es tut,
kommen die geballten
und bleiern dumpfen
Regengüsse,
vorbei wären dann
die süßen Genüsse,
an denen man
reichlich sich erfreute,
gepfändet wäre
das Wohlstandsgeprassel,
was uns listig zerstreute,
dann krieche so manch
verborgene Assel
aus morschverquollnem
Quartiere,
tausende übelverkommne
Gestalten
und falls es dich interessiere:
Es ist keine Zeit mehr,
sich rauszuhalten.

©Sylvia Kling/August 2016

Das Gedicht wird in meinem Lyrikband „AufBruch“ im Dezember 2016 erscheinen.

Hinweise zum Urheberrecht:

Das Kopieren und Weiterverwenden von Texten mit gekennzeichnetem Urheberrecht ist ohne meine Zustimmung nicht gestattet!

Zu den Sprengstoffanschlägen in Dresden:

Wie die Polizei berichtet, gab es gestern abend zwei Sprengstoffanschläge- eine an der Moschee in der Hühndorfer Straße (Dresden-Cotta) und eine halbe Stunde später am ca. 3 km entfernten, internationalen Congress Center Dresden in der Devrientstraße. Menschen wurden nicht verletzt. Es entstand ein hoher Sachschaden.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar sieht einen zeitlichen Zusammenhang sowie fremdenfreindliche Motive für die Taten. Er geht davon aus, dass die Anschläge in Verbindung mit der Einheitsfeier am Wochenende stehen.

Die Polizei ist auf Grund dieser Lage alarmiert, ordnete den Schutz verschiedener Gebäude an und überprüft die Gefährdungslage weiterer Objekte.

Ich danke für die Aufmerksamkeit. Wir sehen uns ausgeschlafen!

Kinder im Aufwind/Children Upwind*

Wer hat ein Herz für Kinder?
Auf meinem Autorenblog ist das Projekt, welches die Malerin Petra Pawlofsky ins Leben gerufen hat, im Portfolio zu finden.

Bitte lest selbst:

da sein im Netz

Fragt Ihr Euch auch manchmal, wie unsere Kinder all das verkraften, was an Nachrichten auf sie einstürzt?  Wie sie mit dem anspruchsvollem Leistungsdruck, der Hetze im Alltag, den Medien, den stumpfen Blicken vieler Erwachsener um sie herum zurechtkommen? Wie wir ihnen eine Basis geben können, gelassen, selbstsicher und hoffnungsvoll zu leben und in die Zukunft zu schauen? Eben im Aufwind zu bleiben…

Darum geht das Projekt, das ich heute starten möchte. Zum Thema gibt es nun bald eine Beitragsreihe  von mir mit Gedanken, Zitaten, Erfahrungen und natürlich mit passenden Gemälden und digitaler Kunst .

Wollt Ihr, Künstler, Kreative und Blogger dabei mitmachen? Ich würde mich sehr, sehr darüber freuen! Zusammen bringen wir einfach mehr zustande!

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Warum können wir nicht einfach still sein?

Um 19 Uhr kam ich gestern vom Walken zurück und bereitete mir einen Salat zu. Alltag eben. Mein Alltag: klein, unwichtig, ruhig.  Kurze Zeit später rief mich eine bayrisch-stämmige Freundin an, die in Sachsen lebt. Eigentlich wollten wir etwas anderes besprechen. Doch sie sagte: „In München ist etwas passiert, eine Schießerei in einem Einkaufszentrum. Es gibt Tote.“

Ich loggte mich auf Facebook ein und wurde überrollt. Medienhype, eine unglaubliche Flut! Eine Flut an Spekulationen und Verschwörungstheorien in den Kommentarleisten von Nutzern unter den Meldungen durch die Medien.

Einige meiner Freunde waren bestürzt, posteten nur einen Satz. Andere wiederum fragten ihre Münchner Freunde mit Posting, ob es ihnen gut gehe.

Dann kam das Unvermeidliche: Bereits nach zwei Stunden wurden die ersten Profilbilder mit den Farben unserer Nationalität eingefärbt. Mehr schreibe ich dazu jetzt nicht. Jeder möge seine eigene Meinung dazu haben.

Mit dem Smartphone sah ich bei n-tv nach. Da stieß ich auf eine Presseerklärung der Münchner Polizei.  Ich konnte es nicht im Vollbildmodus sehen. Nur im oberen Drittel erkannte ich im linken Teil aktuelle Bilder  und auf der rechten Seite den Beamten, Polizeisprecher Marcus da Gloria . Immer wieder wurden durch die Journalisten die gleichen (auf Panikmache ausgerichteten) Fragen gestellt, obwohl der Beamte wenige Minuten zuvor die Sachlage ausführlich darstellte.  Mit einer Geduld, die ich bewunderte, wiederholte er seine Antworten auf fast immer die gleichen Fragen. „Wenn Sie verifizierte Auskünfte haben wollen, lassen Sie uns unsere Arbeit machen.“

Ein Satz, der saß!

Nebenbei bemerkt: Das war mit Abstand der beste Pressesprecher, den ich seit langer Zeit hörte: eine absolut kompetente und souveräne, sehr professionelle Art in einer aufgeheizten Situation – mein Kompliment dafür!

Inzwischen wurde der Mann zum Helden der letzten Nacht befördert und hat auf Faceook eine eigene Fanseite – nur mal so am Rande bemerkt – zum Thema Hysterie und Medien wieder sehr aussagekräftig. Wir brauchen unsere Helden!

Erschreckend waren für mich die Kommentare, die sich unten zeigten und die ich versuchte, nebenbei  mitzulesen.  Es gab wenige vernünftige Menschen, die dort angemessen kommentierten.  Ansonsten begegnete mir Hass: von Deutschen, auch von Nichtdeutschen. Sätze wie: „Hitler muss zurück“,  „Das waren Rechte“,  „Danke, Ferkel-Merkel“,  „Alles Einzelfälle, oder was?“, „Das habt ihr davon, dieses Gesocks in unser Land zu lassen“ bis hin zu: „Es wird euch Deutsche bald nicht mehr geben.“

München gestern – es ist schlimm genug. Ja, es ist erschreckend. In einer Stadt, die gern ihre Traditionen pflegt.

Auf WordPress las ich heute von einem Blogger: „Hier stimmt etwas nicht! Der Polizeipräsident sprach akzentfreies Deutsch und hatte nur einen Stern!“

Wie bitte? Geht es den Menschen nicht gut? Oder geht es ihnen zu gut? Sind das Eure Probleme? Da sitzen sie in aller Ruhe auf ihrem Wohnzimmersofa oder im Biergarten und lassen solche unwürdigen Kommentare ab?

Warum können wir nicht einfach still sein?

Liebe Leute und Spekulanten, liebe Weltverschwörer! Schaut im Duden nach dem Wort „Pietät“! Bildet Euch endlich!

Das musste von meiner Seite aus gesagt werden. Ich werde mich diesem ganzen Medienspektakel nicht hingeben und ich bitte alle vernünftig denkenden Menschen, es ebenfalls nicht zu tun. Denn die Vergiftung und Verrohung ist auch eine Folge dieses Medienwahnsinns.

Ich bin jetzt still. Auch auf Facebook heute. Aus Respekt für die Opfer und jene Menschen, die trauern.

Die ehrlich trauern.

Sylvia Kling

 

 

 

 

„Handarbeit“ und Gedenktag an die Opfer des Holocaust

 

Foto und Gestaltung: Andreas Rüb

Foto und Gestaltung: Andreas Rüb/

Sein Blog: http://dschungelpinguin.com/

Gestern wurde in Israel an die Opfer des Holocaust gedacht – 6 Millionen Juden.

Heute werden um 10 Uhr im ganzen Land zum Gedenken an die Opfer die Sirenen für zwei Minuten heulen. Das alltägliche Leben wird in diesen Minuten zum Stillstand kommen.

Niemals dürfen die Verbrechen vergessen werden, die im Namen unseres Volkes geschehen sind. Und nie, nie wieder dürfen wir sie zulassen!

Ich wünsche allen Lesern und Besuchern einen angenehmen Feiertag.

Wir sehen uns ausgeschlafen!

Sylvia Kling