Wir brauchen in Sachsen mehr Präsenz engagierter Menschen/Künstler!

 

Es gibt nichts zu beschönigen: Es wird Zeit zu handeln. Diese Entwicklung ist die Folge geduldeter, rechter Bewegungen und Parteien, die den Hass auf „Fremde“ schüren und nichts auslassen, um mit ihren populistischen Aussagen die Ängste der Menschen weiter zu nähren. Das vergiftete Klima in Dresden und letztendlich die (nicht nur unterschwelligen) Konflikte sind nicht nur unerträglich, sondern  gefährlich!

Auch die Behörden (Verwaltungsbehörden/Polizei) haben in der Vergangenheit wiederholt (und zumindest dahingehend konsequent!) nichts Konkretes unternommen, um den rechten Tendenzen und sich ausbreitenden Strukturen Einhalt zu gebieten. Im Gegenteil! Bitte lest dazu:

https://wiedaslebenklingt.wordpress.com/2016/05/17/die-dresdner-mutbuerger/

Ich plane eine Benefizveranstaltung in Dresden.  Dazu wird demnächst auf Facebook sowie meinem Autorenblog folgender Text veröffentlicht:

Mit-Initiatoren und Unterstützer sowie Künstler gesucht

Schon länger trage ich den Gedanken in mir, eine Benefizveranstaltung gegen Nationalsozialismus und Fremdenfeindlichkeit in Dresden zu organisieren. Die Nachrichten aus Bautzen und die jüngsten Ereignisse (Sprengstoffanschläge in Dresden) bestätigen mir überdeutlich, dass es nicht reicht, mit einer Gruppe „Gegen das Vergessen“ und hinreichenden Beiträgen lediglich geistig und im Netz gegen das rechte Gedankengut anzutreten.

Wir brauchen in Sachsen mehr Präsenz von Menschen, die sich klar und deutlich gegen nationalsozialistisches Gedankengut und Handeln positionieren. Wir benötigen dringend engagierte Künstler, die den Mund aufmachen.

Menschen mit Herz und Verstand sind somit gefragt.

Ich suche jemanden, der sich mit mir gemeinsam um die Organisation einer solchen Benefizveranstaltung kümmert und ggf. auch auf gute Kontakte zurückgreifen kann. Weiterhin suche ich – vor allem sächsischstämmige oder in Sachsen ansässige – Künstler, die sich mit ihren künstlerischen Beiträgen unmissverständlich einsetzen und zeigen, wo sie stehen. Doch auch Künstler aus anderen Regionen sind gefragt.

Bitte teilt diesen Beitrag. Mails bitte an:

sylvia-kling@gmx.de

Es ist keine Zeit mehr, sich rauszuhalten!

Keine Zeit mehr

Es ist keine Zeit mehr
sich rauszuhalten
und wenn man es tut,
kommen die geballten
und bleiern dumpfen
Regengüsse,
vorbei wären dann
die süßen Genüsse,
an denen man
reichlich sich erfreute,
gepfändet wäre
das Wohlstandsgeprassel,
was uns listig zerstreute,
dann krieche so manch
verborgene Assel
aus morschverquollnem
Quartiere,
tausende übelverkommne
Gestalten
und falls es dich interessiere:
Es ist keine Zeit mehr,
sich rauszuhalten.

©Sylvia Kling/August 2016

Das Gedicht wird in meinem Lyrikband „AufBruch“ im Dezember 2016 erscheinen.

Hinweise zum Urheberrecht:

Das Kopieren und Weiterverwenden von Texten mit gekennzeichnetem Urheberrecht ist ohne meine Zustimmung nicht gestattet!

Zu den Sprengstoffanschlägen in Dresden:

Wie die Polizei berichtet, gab es gestern abend zwei Sprengstoffanschläge- eine an der Moschee in der Hühndorfer Straße (Dresden-Cotta) und eine halbe Stunde später am ca. 3 km entfernten, internationalen Congress Center Dresden in der Devrientstraße. Menschen wurden nicht verletzt. Es entstand ein hoher Sachschaden.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar sieht einen zeitlichen Zusammenhang sowie fremdenfreindliche Motive für die Taten. Er geht davon aus, dass die Anschläge in Verbindung mit der Einheitsfeier am Wochenende stehen.

Die Polizei ist auf Grund dieser Lage alarmiert, ordnete den Schutz verschiedener Gebäude an und überprüft die Gefährdungslage weiterer Objekte.

Ich danke für die Aufmerksamkeit. Wir sehen uns ausgeschlafen!