Die Ereignisse in Köln – Der Aufschrei kommt zur „rechten Zeit“!

Fontane
Berichterstattungen genau abwägen. Überschriften lesen, Inhalte ansehen, Details sammeln, Ermittlungen abwarten.
Heute möchte ich zum Nachdenken, zum Lesen und Differenzieren (für alle, die dazu noch imstande sind und nicht dem Medienwahn verfallen) einige Artikel und Links empfehlen.

Ich beginne mit dem Bericht einer Augenzeugin in Köln:Regina Schleheck

„Ich erlebe nun seit drei Tagen die sich aufschaukelnde Hype um die Vorkommnisse am Kölner Hauptbahnhof. Ja, ich war mittendrin. An die drei Stunden. Im Bahnhof an der Seite zum Breslauer Platz. Zu dem, was auf dem Bahnhofsvorplatz am Dom vorgefallen ist, kann ich nichts sagen. Eine Menschenmenge wird sich überall unterschiedlich darstellen, sie ist nicht homogen. Ich stand eingekeilt in einer Menschenmenge von gefühlten neunzig Prozent Männern arabischen Ursprungs. Die Gleiszugänge waren gesperrt, weil die Bahnsteige überfüllt waren und weil sich Menschen auf den Gleisen befanden, so dass die DB alle Züge gestoppt hat. Ich vermute, nicht in allen Ländern unterliegt der Bahnverkehr so strengen Sicherheitsmaßnahmen wie hier, und es ist auch klar, wenn erst einmal alle Zugänge zu den Bahnsteigen gesperrt werden, wählt man den Weg über die Gleise, das schaukelt sich dann hoch.
Einzelne der Männer, die ich beobachtet habe, hatten zu viel getrunken und torkelten, einer saß vollkommen benommen in einer Ecke und übergab sich. Besoffene kennt man von Karneval in Köln in ungleich größerem Ausmaß, da wird in Horden gesoffen, gegrölt gegrapscht, uriniert und gekotzt, und es sind in erster Linie Einheimische, die vollkommen über die Stränge schlagen. Die ich in der Nacht gesehen habe, waren einzelne und sie wurden nicht alleingelassen, da waren andere, die sich um sie gekümmert haben und denen das augenscheinlich peinlich war. Alle Menschen um mich herum haben sich außerordentlich ruhig, geduldig und sehr achtsam verhalten. Ich habe immerhin Stunden dort zugebracht und keinen einzigen Übergriff beobachten können. Die Männer um mich herum – und das waren sehr, sehr viele -, haben sich sehr bemüht, mir trotz des Gedränges nicht zu nahe zu kommen, mehr noch, sie haben mich mit den Armen abgeschirmt gegen die Leiber, die von allen Seiten herangeschoben wurden. Sie waren sehr freundlich, haben die Situation bedauert, versucht, sich mit Händen und Füßen zu vermitteln, sich bei mir erkundigt, wohin ich wollte, haben andere gefragt, die weiter oben standen, ob die Bahn, die ich brauchte, möglicherweise am Bahnsteig stehe oder angeschlagen sei, radebrechten, um mir zu erzählen, woher sie kämen und was sie hier machten, während sie die ganze Zeit Ruhe bewahrt haben. Ich habe selten derart freundliche und geduldige Landsgenossen erlebt. Hier rasten die Leute oft schon aus, wenn bei Aldi an der Kasse ein paar Menschen vor ihnen stehen. Anderswo ist man vermutlich ganz andere Dinge gewohnt.
Natürlich wird es die Ausschreitungen am Bahnhof gegeben haben. Aber ich vermute, das Ausmaß wird gerade mächtig aufgebläht, weil es in die vorherrschenden Ängste passt. Ich habe die Situation vollkommen anders erlebt.
Bitte nehmt die Berichte ernst, aber nicht die Hysterie, die da gerade verbreitet wird.“

Regina Schleheck ist seit Veröffentlichung dieses Berichtes  einer Vielzahl von persönlichen Angriffen ausgesetzt. Hier ein Auszug:

„Ich erhalte derzeit eine Fülle an privaten Zuschriften, die es mir unmöglich macht, auf alle zu reagieren. Es gibt aber darunter einige, die, wie ich finde, in meinem Postfach nichts verloren haben, sondern öffentlich gemacht werden sollten. Ich zitiere:

„Hallo Du altes Gestell. Wie kommst Du denn auf die Ideem dir würde jemals jemand zu nahe kommen? Dein Artiikel in der Huff Post zum Arab-Auflauf am Kölner Dom ist total unnötig.
Muslime sind eine total problematische Gruppe und ab 10% Bevölkerungsanteil eine Gefahr. Als Staat ohne koloniale Vergangenheit sich freiwillig in eine Lage wie die Franzosen zu begeben, und das Muslimpack hier anzusiedeln ist Hochverrat. Jeder, der das unterstützt muss mit Maßnahmen rechnen.
Passen sie auf, was sie verharmlosen. Natürlich sind nicht alle so, aber selbst wenn es nur 5-10% wären wäre es einfach zu viel und zu teuer. Daher pauschal: Weg mit dem ganzen Dreckspack.“
<24990fc380a29ef751de141460cfe1baae66@guerrillamail.com>“

Seit heute erhält sie auch Anrufe, die ansatzweise auf nichts Gutes hindeuten. Was sehr positiv ist, sie erhält auch eine Menge Zuspruch und Solidarität.

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http://www.nachdenkseiten.de/?p=29932

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http://www.ksta.de/koeln/sote-faktencheck-zur-silvesternacht-am-koelner-hauptbahnhof,15187530,33054210.html

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http://www.prinzessinnenreporter.de/silvester-in-koeln-einige-anmerkungen/

Auszug aus diesem Link (ein sehr wichtiger Satz, der für viele Bürger offenbar nicht mehr primär zu sein scheint):

„5. Im Journalismus geht es nicht um Klicks, sondern um Fakten.“

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http://menschenrechte.eu/index.php/meldung-im-detail/items/sexualstraftaten.html

Auszug aus diesem Link:

„Betrunkene entblößen sich, fassen Frauen unters Dirndl und feuern sich gegenseitig an: Im Bierzelt auf dem Oktoberfest legen manche Männer sämtliche Hemmschwellen ab. Doch die meisten Übergriffe auf Frauen werden nie geahndet.“ So schrieb die Süddeutsche 2011. Mittlerweile werden umfangreiche Präventionsmaßnahmen gegen sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest ergriffen, ohne dass aber ein Abstellen sexueller Übergriffe gelungen ist. So betreute ein spezielles Beratungsteam 2013 allein 156 Opfer, wobei es eine Sachlage ist, dass sich nur eine Minderheit derjenigen, die Opfer von sexueller Anmache, Übergrifflichkeit und Gewalt werden an Beratungsstellen wenden oder Anzeige erstatten. Entsprechend befasst sich auch ein Artikel aus der Süddeutschen noch im Jahr 2015 damit, wie sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest besser verhindert werden können.“

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https://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/pks__node.html?__nnn=true

Auszug aus dem letzten Link:

„Hinweis:
Die Nutzung der Daten (vollständig oder auszugsweise) ist nur mit Quellenangabe (PKS Bundeskriminalamt, Angabe des Berichtsjahres ) zulässig.
Es gilt die Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0
> https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Ab dem Berichtsjahr 2014 werden die PKS-Tabellen (Standard und BKA) sowie die PKS-Zeitreihen nicht mehr im PDF-Format, sondern als Excel- und CSV-Dateien angeboten.“

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Thomas Mohr, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Mannheim:

„Sehr geehrte Facebookgemeinde,
ich habe mir lange überlegt, ob ich mich hier zu den Vorfällen in Köln oder Stuttgart äußern soll, denn ich bin kein „Pressesprecher“ der verantwortlichen Politik. Die ist jetzt gefragt und muss handeln. Da sollte man sich als Gewerkschaft eher neutral verhalten.
Aber was mich unheimlich aufregt sind Äußerungen von einigen Politikern, die gleich den Schuldigen gefunden haben! Die Polizei!
Das ist unfassbar, dass gerade die Verursacher von stetigem Personalabbau bei der Polizei nun die ersten sind, die mehr Polizei fordern.
Ein Politiker aus Köln, ich nenne bewusst mal nicht seinen Namen, äußert, dass er nicht verstehen kann, dass die Polizei an Silvester so „schwach“ (seine Worte) aufgestellt war. Für ihn wäre es selbstverständlich und auch machbar gewesen, dass an „Silvester“ da „alle“ verfügbaren Polizisten Dienst hätten machen müssen. Das erwartet der Bürger.
Ich habe es mir dann nochmal angeschaut um sicher zu sein, das ich richtig gehört habe.
Unglaublich und völlig praxisfremd.
Fakt ist, dass gerade an Tagen, wie Silvester, die Mindeststärken auf den Dienststellen erhöht werden. Und bitte liebe Politik! Hört auf den Bürgerinnen und Bürgern hier eine heile Polizeiwelt zu verkaufen. Polizisten sind nur „verfügbar“ wenn sie auch tatsächlich vorhanden sind. In Baden-Württemberg wurden in den vergangenen Jahren, von der Vorgängerregierung, 1000 Stellen abgebaut. Bundesweit insgesamt soviel, wie die gesamte Berliner Polizei Personal hat. Das ist Fakt.
Aber sich vor die Kameras zu stellen und gleich mal klarstellen, obwohl die Ermittlungen noch andauern, dass die Täter nicht aus den Reihen der Flüchtlinge oder Asylbewerber stammen, ist nicht gerade professionell und nicht belegt. Auch ich gebe nichts auf schnelle und pauschale Vorverurteilungen, weil mir in erster Linie egal ist, welche Personengruppe die Frauen sexuell bedrängt, verletzt und beraubt hat. Hier geht es mehr um eine Verletzung der Rechtsnormen und massive Straftaten gegen Menschen.
Wenn man Zeugenaussagen und den Angaben der geschädigten Frauen (ca. 90 Anzeigen wurden alleine in Köln erstattet) zuhört, ist von überwiegend schwarzafrikanischen Männern und Arabern die Rede.
Aber wie gesagt, darum geht es mir in erster Linie nicht. Auch wenn es welche aus hiesiger Bevölkerung gewesen sind, ist eine solche Dimension und Respektlosigkeit gegenüber Frauen in unserem Rechtsstaat nicht zu akzeptieren. In unserer Gesellschaft sind Frauen gleichberechtigt und werden respektvoll behandelt, wie im übrigen alle anderen Menschen auch, egal welcher Religion oder Kultur sie angehören.
Aber wer hier mit unserer demokratischen Gesellschaftsform, mit all ihren Rechtsnormen und Gesetzen nicht leben kann oder will und dabei straffällig wird, muss die Konsequenzen innerhalb unseres Rechtssystems spüren, egal woher er stammt oder kommt.

Also liebe Politik. Bevor man erneut die Polizei wieder voreilig als „Sündenbock“ ausgewählt hat, wäre ein sachorientiertes und auf Fakten basierendes Handeln angebrachter. Die Bürgerinnen und Bürger schauen derzeit auf sie, die Politik, wie sie mit der Situation umgehen werden!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mohr
Vorsitzender der
Gewerkschaft der Polizei Mannheim“

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 Cihan Sügür
Cihan Sügür

Cihan Sügür

„Das geht an die Populisten, die mit ihrer Wortkotze und Durchfallpolitik die überfallenen Frauen für ihren Kulturkampf missbrauchen.

Straftaten klar benennen, aufklären und mit voller Härte bestrafen. Individuell, nicht kollektiv. Argumentativ, nicht affektiv. Nach Recht und Gesetz, nicht Lust und Laune.“

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Betül Ulusoy:

„Man denkt fast: Endlich! Endlich wird über Frauen, Frauenrechte, sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt gegen Frauen in Deutschland gesprochen – und dann reden doch wieder alle nur über Männer.
Allerdings andere Männer, nordafrikanische Männer, fremde Männer. Und während wir wieder einmal damit beschäftigt sind, mit dem Finger auf vermeintlich andere zu zeigen, zeigen erneut drei Finger auf uns zurück. Dabei hätte das eine so gute Chane sein können, um endlich ernst und nachhaltig über reale, deutsche Probleme zu sprechen. Ja, sexuelle Gewalt gegenüber Frauen ist ein deutsches Problem, auf Festivals, in Diskotheken, im Haushalt. Der Übergriff in Köln zu Silvester ist ein Fall, aber lange kein Einzlefall.

Jede siebte Frau erfährt in Deutschland laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums sexuelle Gewalt. Bei Weitem höher sind diese Zahlen innerhalb der Ehe. Jede vierte Frau erfährt häusliche Gewalt. 27 % der Frauen tragen gar schwere bis lebensbedrohliche körperliche Verletzungen davon.

Höhere Bildung oder sozialer Status schützen dabei nicht. 66 % der Täter aus der Studie des Bundesfamilienministeriums lebten in Haushalten mittlerer bis hoher Einkommenslagen. 70 % der befragten Frauen bezogen ein eigenes Einkommen, 38 % hatten ein Abitur oder einen Hochschulabschluss.

Nur zwei Eigenschaften haben fast alle Täter gemeinsam: 99 % von ihnen sind männlich und erwachsen. Religion, Herkunft, Bildung und sozialer Status sind hingegen nicht ausschlaggebend. Bitte den letzen Satz erneut lesen – am besten laut – und merken.

Wem nutzen die Diskussionen heute also wieder? Den Frauen jedenfalls nicht.
Wir tun uns und vor allem Frauen keinen Dienst, indem wir das Thema Gewalt gegen Frauen von uns weg und anderen zu schieben. Auf ihrem Rücken werden erneut heuchlerische Debatten über fremde Männer geführt. Dabei müssen wir in Deutschland eigentlich wirklich reden – über Frauen.“

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ARD Tagesschau:

„Nach den Übergriffen in Köln gibt es hier auf unserer tagesschau-Facebook-Seite eine kaum noch beherrschbare Flut an Kommentaren. Neben sachlichen Anmerkungen und Kritik auch eine Unmenge rassistischer Pöbeleien und wilder Spekulationen, obwohl längst noch nicht abschließend geklärt ist, was genau in Köln oder Hamburg passiert ist und wer die Täter sind.

Unsere Antworten sind Fakten, nicht Spekulationen oder Unterstellungen.

Was wissen wir bis jetzt? –> www.tagesschau.de/inland/koeln-uebergriffe-101.html

Wie reagieren Politik und Polizei? –> www.tagesschau.de/inland/uebergriffe-koeln-107.html

Was sagen die User im Netz? –> http://www.tagesschau.de/…/uebergriffe-koeln-hamburg-101.ht…

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Ich denke, diese Artikel sind vorerst ausreichend für eine differenzierte Meinungsbildung. Es ist für mich absolut unstrittig, dass Sexualdelikte bestraft werden müssen und es an der Zeit ist, adäquat zu handeln. Damit meine ich auch die Ausweisung von nichtdeutschen Bürgern, die gegen das Gesetz verstoßen. Der Aufschrei kommt jedoch zur
„rechten Zeit“ (wie doppeldeutig), denn die deutsche Rechtsprechung ist hinsichtlich des Strafmaßes bei Sexualdelikten nicht gerade akzeptabel. Das ist schon seit Längerem so, nicht wahr?

Meine Frage jedoch lautet:

Wo war der Aufschrei vor diesen Ereignissen? Ich kann Birgit Kelle (Autorin, Kolumnistin)  leider nicht in allen Punkten zustimmen. Frauen müssen geschützt werden, ja. Egal welcher Herkunft: Sexualdelikte sind zu ahnden, ja. Doch der Aufschrei ist jetzt laut genug, Frau Kelle! Wo war er nach den Oktoberfesten? Wie werden unsere Frauen von deutschen Behörden nach Vergewaltigungen durch deutsche Männer behandelt?

WER instrumentalisiert jetzt was?

Ich weigere mich, diesen wiederholten Polarisierungen und Pauschalisierungen zu folgen. Mir ist Wissen lieber als eine Ahnung und eine Verteufelung von Personen.

Momentan warte ich noch auf den Beitrag eines Flüchtlingshelfers, der in Köln vor Ort war und einen wichtigen Beitrag zu den Vorfällen geschrieben hat. Sobald mir dieser vorliegt, werde ich ihn ergänzen oder als neuen Beitrag bringen.

Noch einige Worte zu dem Rat der Frau Reker:

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Nach-Angriffen-in-Koeln-veraergert-OB-Reker-mit-Verhaltensregeln

Eine Armlänge Abstand zu halten ist im Kölner Karneval äußerst unproduktiv und führt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Es ist ein allgemeiner Hinweis, den ich im Übrigen schon als junge Frau von meiner Schwester erhalten habe! Diesen Ratschlag gibt man nicht erst seit heute! Meine ältere Schwester gab ihn mir, nachdem ich zwei Mal von deutschen Männern (muss man heute betonen) angegriffen wurde – mit der Intention einer Vergewaltigung.

Des Weiteren soll man auch, wenn man im Bekannten- oder Familienkreis von einem betrunkenen Mann bei der Abschiedszeremonie nicht umarmt werden will, die Hand mit ausgestrecktem Arm hinhalten. Dadurch kann keine Umarmung stattfinden. Einerseits ist die Körpersprache hier ein essenzielles Thema, andererseits wehrt man damit die körperliche Annäherung ab.

Im Deeskalationstraining für Mitarbeiter deutscher Ämter mit dem Schwerpunkt „Arbeit mit Bürgern“ wird bereits seit Jahrzehnten auf Grund tätlicher Angriffe deutscher (!!!) Bürger auf Mitarbeiter des Sozialamtes schon das gelernt, was Frau Reker empfiehlt.

Lasst also mal die Kirche im Dorf! Lasst Euch doch nicht dauernd so hochschaukeln. Denkt nach und versucht, Euch nicht benutzen zu lassen. Es scheint mir auch, dass alles, was die Menschen – egal, in welchen Positionen – von sich geben, zu Hetzerei und Hasstiraden führt.

Es ist beängstigend zu beobachten, wie sich die Menschen untereinander beschimpfen und sich diskreditieren. Bitte versucht, sachlich zu bleiben und beim Medienkonsum zu filtern. Bitte bewahrt den Respekt vor anderen Menschen und lasst Euch nicht vom Hass vereinnahmen, sondern handelt schon im Kleinen menschlich!

Wer weitere Artikel und Links empfehlen kann, setzt sie bitte als Kommentar. Ich werde sie gern einsetzen, wenn sie zu einer Differenzierung beitragen. Heute bin ich auf diesem Blog sehr häufig online.

Eure Sylvia Kling

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12 Gedanken zu “Die Ereignisse in Köln – Der Aufschrei kommt zur „rechten Zeit“!

  1. hallo. ein sehr gut recherchierter, mutiger text. danke dir. da ich nicht in deutschland lebe und kein deutsches fernsehen und nicht immer die zeit habe, mich ausfuehrlich online zu informieren, hat mir dein artikel sehr weitergeholfen. lg ulrike

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  2. Tag liebe Sylvia,
    Eerst vielen Dank dass Du Dir solche Mühe gegeben hast um diese Artikel und Meinungen zusammen zu fügen. Ich habe noch nicht alles gelesen und muss leider gleich weg. Heute Abend kan ich dann hoffentlich auch den Links nachgehen. Du hörst noch von mir… 🙂

    Liebe Grüsse
    Nil

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  3. Weisst du, was ich angesichts der Vorkommnisse vor allem in Köln in der Silvesternacht gelinde gesagt ziemlich mekrwürdig finde: Es gibt nicht einen einzigen Bericht darüber – den von Frau Schleheck ausgenommen – dass ein oder mehrere Umstehende/r eingeschritten wäre und betroffenen Frauen geholfen hätte. Es geht meiner Meinung nach überhaupt nicht darum, wer die Täter waren, welche Hautfarbe sie hatten, welcher Ethnie sie angehören. Es geht auch nicht darum, dass die Polizei angeblich versagt haben soll. Sondern darum, dass sich angesichts des Geschehens nicht ein einziges Zeugnis von Zivilcourage finden lässt. Hat denn wirklich von den Begleitpersonen der Betroffenen gar niemand gerafft, was sich da abspielt? Hat denn wirklich von den Begleitpersonen der Betroffenen niemand die Traute gehabt, einzuschreiten? Haben alle weg gesehen?…

    Gefällt 2 Personen

    • Danke, liebe Anna-Lena, ich versuche, mich nicht von den üblichen Schlagzeilen in den Medien vergiften zu lassen, sondern lieber Inhalte zu betrachten und oftmals sind Berichte von Augenzeugen und „Leuten aus dem Volk“ mehr wert als unsolider Journalismus.

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    • Dankeschön – ich versuche, alle Seiten zu betrachten und zu filtern. Kaum noch wird heute darauf geachtet, welche Medien verkonsumiert werden. Schon die Schlagzeilen beeinflussen den Menschen – das ist wie mit der Werbung. Es hat eine hohe, psychologische Bedeutung.

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