WERTE

„Und Steingart warnte vor einer deutschen Beteiligung am Pariser Feldzug: »Frankreichs Präsident Hollande möchte auch die Deutschen in seinen militärisch geführten Anti-Terror-Kampf stärker einbeziehen. Die Bundesregierung wäre gut beraten, sich zu verweigern. Die Attentäter von Paris waren Franzosen und Belgier, keine Syrer. Vielleicht wird der Westen nicht angegriffen, weil er so großartig ist, sondern weil sein Triumphalismus für die am Rande unerträglich geworden ist. Vielleicht hassen die radikalisierten Jugendlichen in den Vororten gar nicht unsere Werte, sondern nur unseren Verrat an denselbigen. Womöglich stört sie gar nicht unser Lebensstil, sondern nur ihr davon Ausgeschlossen-Sein.«

FRAGEN wirft es in mir kaum noch auf!

Kinder in der Küche …

Ein sehr wissenswerter, belebender, aber auch nachdenklich stimmender Artikel vom Autor Arno von Rosen, den ich nur empfehlen kann. Arno! Du bist etwas Besonderes, mein Lieber! 🙂

Arno von Rosen

Emily Köchin

Wir beschweren uns oft über die Jugend von heute, ihre Essgewohnheiten, ihre latente Unwissenheit mit allem was den häuslichen Alltag angeht, die Null Bock Mentalität, aber steckt eventuell doch ein Mitverschulden von uns selbst dahinter? Ich koche jetzt seit drei Jahren mit meinem fünfjährigen Goldstück und sie genießt die Werkelei mit Onkel Arno in der Küche, aber angefangen hat alles ganz harmlos 😉 Zum Artikel.

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Dresden – die missbrauchte Stadt und der Verlust meines Heimatgefühls

Trauer, Wut, Enttäuschung ist in mir. Die Menschen schreiben sich im Netz die Finger wund, aber sie agieren nicht, sind zu bequem auf die Straße zu gehen und etwas zu tun. Solange es so läuft, läuft es eben.
Doch wie lange? Wissen sie, was laufen wird?

Es ist STUNDE DREIZEHN (enthalten in dem Buch „AusGeatmet). Vor Monaten schrieb ich das Gedicht und vielleicht belächelten mich einige und empfanden den Text als zu „dramatisch“.

Ich fühle mich nicht als Opfer, wie Sören Benn schrieb. Ich fühle mich eher wie eine Dresdnerin, die noch immer an ihrer Heimat hing. Wenn ich auch schon immer mit der Mentalität der Sachsen im Clinch lag, so war es dennoch meine Heimat.

Dresden ist nicht mehr meine Heimat. Klingt es hart? Das mag sein. Aber für eine Heimat brauche ich ein Gefühl.
Für mich bedeutet Heimat der Ort, wo mein Herz hängt.

Fahre ich jetzt nach Dresden, spüre ich eine Unruhe in dieser Stadt. Diese kann ich nicht ausreichend beschreiben und sie liegt definitiv nicht an den Flüchtlingen.

Es ist eine rauhe Atmosphäre. Dieser Stadt fehlt die alte Ruhe, die alte Beschaulichkeit, das alte, bezaubernde Flair. Wenn ich auch allgemein recht geräuschempfindlich bin, so erging es mir noch nie in Dresden, dass ich nach nur zwei Stunden völlig erschöpft bin und mich auf seltsame Weise unangenehm berührt fühle.

Der Zauber ist verflogen.

Die Krone und die Seele dieser schönen Stadt wurde besudelt.
Auch Worte und vergiftete Herzen können Städte beschmutzen.

Sylvia Kling

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/standard/Die-missbrauchte-Stadt/story/28640024

„Die missbrauchte Stadt

Passive Bürger haben Dresden an die radikalen Fremdenfeinde von Pegida ausgeliefert. Das Drama einer Stadt, die sich nicht wehrt.“

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Kinder erfahren und Eltern sprechen

Die Kinder können wir nicht von alledem fernhalten, was jetzt auf dieser Welt geschieht.  Gerade mit den größeren Kindern sollten wir – je nach Entwicklungsstand – sprechen. Experten sind deshalb der Ansicht, die Kinder über die aktuellen Ereignisse altersgemäß zu informieren. Sie hören, sie nehmen wahr, sie sollen nicht unterschätzt werden.

Erfahren die Kinder von ihren Eltern nichts, suchen sie sich die Informationen anderswo und dies kann unangenehme Folgen haben. WER sagt ihnen WAS und WIE wird es gesagt? Wir können also bewußt Einfluss darauf nehmen, was unsere Kinder erfahren, erkennen und lernen!

Es ist eine Frage des Vertrauens. Kinder vertrauen uns. Das beinhaltet auch, dass sie darauf hoffen, von uns alles zu erfahren, was auch und vorallem ihr Leben und ihre Zukunft betrifft.

Mein Sohn ist 12 Jahre alt und hat vor zwei Tagen folgende, kleine Geschichte zu seinem gemalten Bild geschrieben:

„Bildbeschreibung – Was zeichnete ich? Ich zeichnete ein wildes Tier und auf diesem Wesen saß die Erde.
Unter dem erhobenenen Bein waren ein Haus und ein Verbrecher. Außerdem sieht man oben rechts einen Aktenschrank der Politiker und verdorrte Pflanzen darüber.
Links vom Blatt zeigt eine Säbelhand hinen. Auf dieser Säbelhand standen viele Menschen.
Welchen Sinn habe ich damit dargestellt?
Das wilde Wesen stellt das Unwesen dar. Auf diesem Wesen liegt die Erdkugel.
Kombiniert ist es das Unwesen der Welt.

Mit dem Unwesen meinte ich die negativ entwickelte Welt. Die unterlegenen Häuser sind die Eigentümer des Volkes.
Nein, nicht nur die Eigentümer, sondern auch das Volk selber.
Die Säbelhand, die links hinein zeigt, ist die Aufregung des Volkes.
Auf dieser Säbelhand steht auch das Volk.

Egal, über was sie sich aufregen, fast alle sagen, dass es so nicht weitergehen kann. Oben rechts im Bild steht der Aktenschrank. Über diesem Schrank stehen verdorrte Blumen.
Auch sie haben nicht mehr die Kontrolle über das Geschehen.“

Es ist sehr phantasievoll, doch man erkennt durch die Verwendung gewisser Worte und Bilder den Sinn.

Ich möchte meinem Kind gern Sicherheit vermitteln. Ich sage ihm: „Mama passt auf Dich auf. Mama wird mit darum kämpfen, dass die Menschen in unserem Land erkennen, was am Wichtigsten ist.“

Garantie kann ich ihm nicht mehr geben.  Doch das sage ich nicht.

Sylvia Kling

Bild eines 12-Jährigen im November 2015

Bild eines 12-Jährigen im November 2015

Text - Teil 1 -

Text – Teil 1 –

Tegt, Teil 2

Text, Teil 2