Abscheu vor Abschaum

„Hunderte Menschen haben im sächsischen Freiberg Busse mit durchreisenden Flüchtlingen angegriffen. Die Polizei musste diese mit einem Großaufgebot schützen. Sie sollten von Bayern aus auf Unterkünfte in Sachsen verteilt werden.

Im sächsischen Freiberg hat ein Großaufgebot der Polizei etwa 700 Flüchtlinge vor rund 400 Demonstranten schützen müssen. Diese bewarfen nach Angaben der Polizei einen Konvoi aus 13 mit Flüchtlingen besetzten Bussen sowie Fahrzeugen des Deutschen Roten Kreuzes und der Polizei mit Böllern und Lebensmitteln. Drei Beamte wurden bei den Krawallen im Verlauf des Abends verletzt.

Die Demonstranten hatten sich Sonntagabend am Bahnhof versammelt, wo ein Zug mit Flüchtlingen angekommen war. Mit mehreren Blockaden versuchten sie, die Abfahrt der Busse zu verhindern, in die die Flüchtlinge in Freiberg umgestiegen waren. Laut der Polizei waren die mehr als 700 Flüchtlinge aus Bayern mit dem Zug nach Freiberg gebracht worden und sollten von den Behörden mit Bussen in Sachsen weiter verteilt werden.

Bei der Abfahrt aus Freiberg wurde der Konvoi dann angegriffen. Die Polizei musste Blockaden räumen und dafür in einem Fall auch Pfefferspray und einen Schlagstock benutzen. Etwa 200 Beamte waren im Einsatz. Acht Strafanzeigen wurden gestellt.“

(Quelle: ARD-Mediathek)

Manchmal hat man einfach kein Worte mehr für diese Menschen.
Meine Abscheu vor diesem Abschaum steigt.

Wer regionale Kenntnisse hat, weiß, dass in dieser Region annähernd so viel Nationalsozialismus herrscht wie in der Sächsischen Schweiz.
Liegt es an den Bergen? Machen die Berge diese Sachsen aggressiv?

Das ist doch so ähnlich wie mit den Dresdnern. Da sind es nicht die Berge, sondern dort ist es das TAL. Sie leben im „Tal der Ahnungslosen“ – nie war der Begriff aktueller!

Wenn ich mir auf den Fotos die Menschen im Hintergrund ansehe, welche die Busse angegriffen haben, weiß ich so ziemlich alles. Schließlich lebe ich schon eine Weile in Sachsen, um zu wissen, um welchen Typ Mensch es sich handelt: arbeits(scheu)los, perspektivlos.

Auf ihrem Weg aus Freiberg heraus wurde der Konvoi aus 13 mit Flüchtlingen besetzten Bussen sowie Polizei- und DRK-Fahrzeugen auch mit Lebensmitteln beworfen.

Ich möchte lieber nicht wissen, was die Flüchtlinge über uns dachten. Wenn ich so ankommen würde, wäre ich schneller wieder weg als diese Freiberger Typen ihren rechten Arm heben können.

Armes Sachsen. Die Lebensmittel hätten die Flüchtlinge vielleicht lieber gegessen? Aber egal, die armen Deutschen, die besorgten Bürger, haben noch zu viel. Dabei haben sie ja Angst, sie könnten bald weniger haben.
Denen würde ich mal einige Tage die Nahrung entziehen!

Hat jemand vielleicht eine Unterkunft für einen sächsischen Flüchtling wie mich? Lange ist das nicht mehr auszuhalten.
Ich würde auch einen fremden Dialekt erlernen! Ich finde seit den Interviews mit Pegida-Anhängern meinen Dialekt ohnehin noch viel unattraktiver als bereits zuvor.
Auf den echten Dresdner Christstollen von meinem Lieblingsbäcker würde ich auch freiwillig verzichten und die Sehenswürdigkeiten Dresdens kann ich dann als Touristin besuchen.
Mehr hält mich hier nicht mehr – im Ernst!

Ich wünsche trotzdem allen eine friedliche Woche.

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21 Gedanken zu “Abscheu vor Abschaum

  1. »Neuwied, das 1653 gegründet wurde, war im ausgehenden 17. Jahrhundert eine der ersten Freistätten für Religionsflüchtlinge in Deutschland
    … | …
    https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwied#Toleranz.2C_Aufkl.C3.A4rung_und_Industrialisierung
    … | …
    https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwied#Religion«

    Hier leben Menschen verschiedenster Hautfarben, Religionen, Kulturen friedlich neben- oder miteinander. Umso unverständlicher ist mir die Intoleranz in anderen Teilen Deutschlands.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwied

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  2. Komm doch nach München. Hier gibt es sogar richtig echten Dresdner Christstollen, wir haben in der Innenstadt eine Filiale der berühmten Dresdner Konditorei Kreutzkamm. 😉
    Ich mag mir lieber nicht vorstellen, was in den Köpfen der Menschen, die sich monatelang auf der mehr als entbehrungsreichen Flucht befunden haben, vorgegangen ist, als sie mit Lebensmitteln beworfen wurden. Allein dass dies geschehen ist, zeigt doch ganz deutlich, wie widerwärtig diese Pegidioten lügen. Würde es ihnen wirklich so schlecht gehen, wie sie tagein tagaus heulend und zähneklappernd von sich geben, dann würden sie sich doch hüten, mit Nahrungsmitteln um sich zu schmeißen…

    Gefällt 2 Personen

    • Ach menno, München ist mir viel zu laut :-(, ich brauche die Ruhe.
      Glaub mir, sobald der Kurze alt genug ist, bin ich hier weg. Erst Pegida, dann diese Veranstaltung in meinem Heimatort, in welcher der Rassismus nur so blühte, eine Meldung nach der Anderen und die Meinung der Menschen, die ich hier tagtäglich höre – es ist zum WEGLAUFEN!
      Das meine ich tatsächlich ernst.

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  3. Und das sind nur die Anfänge….ich hoffe es passiert was. Es muß was passieren. Auch für die Flüchtlinge, denn sie müssen auch hier ein menschenwürdiges Leben führen können und das haben viele hier eben nicht.

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      • Gewalt gegen Gewalt auch doof ebenso wie Leid gegen Leid. Die Frage die bleibt was sind denn das für merkwürdige Ängste? Was würde denn passieren es hieße nicht Flüchtline sondern Vertriebene? Ist denn nicht die Hälfte der Deutschen genau dieser Abstammung?

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      • Normaler Weise bin ich auch dagegen. Aber wie wären sonst diese verbohrten Meinungen aus deren Köpfen zu bekommen?
        Viele betreiben das doch schon als Freizeitsport. Ein Pegidaner: „Es ist immer so schön hier unter den Leuten!“ Haben die keine Freizeitgestaltung?

        Mir musst Du diese Fragen nicht stellen. Mein Vater war ein Vertriebener. Vielmehr ist die Frage zu stellen: Wie bekommt man diesen nationalsozialistischen Geist aus den Köpfen!?
        Ängste? Bei diesem Mob sind nicht die Ängste der Antrieb zu solchen Handlungen.

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