Merkel für Friedensnobelpreis nominiert

„Schafft sie es oder schafft sie es nicht? Die Bundesrepublik schaut gespannt auf die Bekanntgabe des Trägers des Friedensnobelpreises 2015. Sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel es schaffen, wäre dies das erste Mal nach Willy Brandt 1971, dass der Preis nach Deutschland geht. Merkel gilt mittlerweile als Geheimfavoritin. Sie wurde von einem CDU-Kollegen nominiert, aufgrund ihres Engagements in der Flüchtlingspolitik Europas. Experten attestieren ihr moralische Führungsstärke in einer kritischen Zeit, in der sich andere Politiker eher wegduckten. Einer, der auf Merkel setzt, ist Kristian Berg Harpviken, Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio. Allerdings sind seine Voraussagen, die er jedes Jahr zum Friedensnobelpreis tätigt, alles andere als zuverlässig. In der Vergangenheit lag er mit seinen Prognosen meist daneben.“

(http://www.wiwo.de/politik/ausland/friedensnobelpreis-wetten-dass-angela-merkel-den-friedensnobelpreis-bekommt/12420164.html)

Hoffentlich liegt er daneben. Ich kann es noch gar nicht fassen. Alleine die Idee, Frau Angela Merkel für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen, empfinde ich als ein Absurdum.

Aber wenn man sich die Mythen zum Nobelpreis ansieht, erkennt man wahre Miß(t)Verständnisse:

„Hitler wurde 1939 von dem schwedischen Abgeordneten E.G.C. Brandt nominiert, der „Brüderlichkeit unter den Nationen“ und weltweite Abrüstung vorantreiben soll. Brandt zog die Nominierung später zurück und erklärte, sie sei satirisch gemeint gewesen. Die Episode zeigt, dass praktisch jeder nominiert werden kann. Über die Aussichten, den Preis tatsächlich zu bekommen, sagt die Nominierung nichts aus.“

(Quelle: siehe Link oben)

Willy  Brandt erhielt als letzter Deutscher diesen Preis und zwar verdient. Man sehe sich seine Biographie und seinen Werdegang sowie seine Leistungen gegenüber denen der Frau Merkel an.

„Mit den Ostverträgen begann er einen Kurs der Entspannung und des Ausgleichs mit der Sowjetunion, der DDR, Polen (vgl. auch Kniefall von Warschau) und den übrigen Ostblockstaaten. Für diese Politik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.

Ungarn-Aufstand

Nach der gewaltsamen Niederschlagung des Ungarnaufstands kam es im November 1956 zu mehreren anti-sowjetischen Demonstrationen in Berlin. Bei einer dieser Demonstrationen bezog Brandt im Unterschied zu anderen Berliner Politikern „mit markigen Worten“ Stellung, so dass er „die Menschen für sich gewann“.[17] In der Folge setzte er sich an die Spitze eines Demonstrationszugs, der die Sowjetische Botschaft Unter den Linden zum Ziel hatte und außer Kontrolle zu geraten drohte. Es gelang Brandt, den Demonstrationszug umzulenken und die „hoch explosive Situation“ zu entspannen. Nach dem Urteil der Berliner Presse hatte Brandt damit den politischen Durchbruch in Berlin erzielt und galt als künftiger „Regierender“.

(Quelle: Wikipedia – gern Weiteres nachzulesen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt)

Das waren doch wahrlich Leistungen und Verdienste.

Hoffen wir, dass sich Harpviken  irrt.

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2 Gedanken zu “Merkel für Friedensnobelpreis nominiert

  1. Liebe Sylvia,
    als ich das erste Mal von der Idee der Verleihung des Friedensnobelpreises an Angela Merkel hörte, dachte ich allen Ernstes, es wäre Satire.
    Nun gut, so langsam gewöhne ich mich dran, dass wir uns Richtung DDR 2.0 bewegen, obwohl ich es nicht fassen kann. Ich kann nicht fassen, dass ich erleben muss, wie unsere Meinungsfreiheit beschnitten wird, kein Politiker offen sagen darf, was er denkt ohne sofort Repressalien zu ernten. Ich verstehe nicht mehr, was in diesem Land vor sich geht und vor allem, wann dieser Prozess wirklich begonnen hat. Und ich verstehe nicht, dass wir wirklich nur diese eine merkwürdige aalglatte, unbeirrbare und eiskalte Frau in diesem hohen Amt aufbieten können. Ich hoffe inständig, dass sich die Kräfte durchsetzen können, die leise aber „merklich“ versuchen, dieser Frau Einhalt zu gebieten.
    Hoffen wir darauf, dass der diesjährige Friedensnobelpreis an eine wirklich würdige Person verliehen wird, die sich im Kampf um Frieden und Völkerverständigung verdient gemacht hat. Es gibt sie, dessen bin ich mir sicher.
    In hoffnungsvoller Zuversicht grüß ich Dich ganz herzlich..:)

    Katrin

    Gefällt 2 Personen

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